LUXEMBURG (IT BERRYWISE) – Stolz verkündete der schwedische Musik-Streaminganbieter Spotify die Zahl der monatlich aktiven Nutzer der eigenen Plattform. 140 Millionen aktive Nutzer kann Spotify derzeit ausweisen – im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 126 Millionen. Die Anzahl der zahlenden Abonnenten konnte zudem ebenfalls gesteigert werden. Aus den 28 Millionen zahlungskräftigen Kunden wurden über 50 Millionen. Doch mit steigender Zahl der Abonnenten, wachsen auch die Verlustvorträge des Musik-Startups. 349 Millionen Euro Verlust wies Spotify im Geschäftsjahr 2016 aus, trotz des Rekordumsatzwachstums in Höhe von 50 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zum Vorjahr laut dem Branchenportal Recode. Massiv hohe Lizenzgebühren machen Spotify das Leben schwer. Vereinbarungen mit Sony Music und Warner Music könnten demnach die Rechnung nochmals weiter in die Höhe treiben.


Umsatzwachstum in Höhe von 50 Prozent verpufften schneller denje
90 Prozent der Umsätze konnte Spotify über zahlungskräftige Abo-Kunden einholen. Die Werbeeinnahmen in der Gratis-Version des Streaminganbieters wuchsen um gut 50 Prozent auf 295 Millionen Euro und machen derzeit 10 Prozent der Umsätze aus. Diese betrugen im Jahr 2016 2,9 Milliarden Euro und konnten zum Vorjahr ebenfalls um satte 50 Prozent gesteigert werden.

Milliarden-Ausschüttungen an die Künstler und Labels ohne wenn und aber
Ausgaben für Produktentwicklungen und Marketing stieg stark an. Allein derzeit abgeschlossene Lizenvereinbarungen sehen eine Mindestausschüttung von rund zwei Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren vor – dabei spielt es keine Rolle wie oft diese Tracks abgespielt wurden, hieß es in dem Geschäftsbericht. Gemeint sind offenbar Verträge mit dem Label Universal Music. Vereinbarungen mit Sony Music und Warner Music könnten demnach die Rechnung weiter erhöhen.

In wenigen Monaten soll es laut Insidern an die New Yorker Börse gehen
Der schwedische Streaminganbieter Spotify plant in naher Zukunft zudem den Börsengang an der New York Stock Exchange (NYSE). Die aktuelle Unternehmensbewertung liegt bei rund 13 Milliarden US-Dollar. Laut Insiderberichten will Spotify binnen eines Jahres an die Börse gehen, um neues Kapital abzugreifen. Das geht aus einem Bericht der Handelszeitung.ch hervor.


Verluste wachsen mit steigender Abonnentenzahl
(Foto: Statista, Pressematerial Business Insider)
Verluste wachsen mit steigender Abonnentenzahl beim Streaminganbieter Spotify



(Quelle: Shutterstock.com/David Molina G )
(Foto: Spotify, Shutterstock.com/David Molina)
Mit steigender Abonnentenzahl wachsen auch die Verlustvorträge bei Spotify
    Quellenangaben, Einzelnachweise und Weblinks
  1. http://www.chip.de – Spotify gewinnt immer mehr Kunden: Aber der Streaming…
  2. http://www.businessinsider.de – Spotify verdient trotz 50 Millionen Abonnenten…
  3. http://www.it-times.de – Spotify machte 2016 insgesamt 349 Mio. Euro Verlust…

Larissa Bernhardt, 19.06.2017, New York


Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-berrywise.de


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