NEW YORK (IT BERRYWISE) – Sean Parker wurde am 3. Dezember 1979 geboren. Er ist ein US-amerikanischer Internet-Unternehmer und erlangte Bekanntheit als Mitgründer der umstrittenen Plattform Napster im Jahr 1999. Auf der Plattform konnten Menschen miteinander Dateien tauschen. MP3-Musikdateien sollten von Nutzer zu Nutzer geteilt werden, um damit schneller und leichter Musik über das Internet zu erhalten. Napster revolutionierte dabei den Peer-to-Peer-Ansatz und war die am schnellsten wachsende Community im Netz bis zu diesem Zeitpunkt. Im Februar 2001 umfasste die Napster-Community etwa 80 Millionen Nutzer auf der ganzen Welt, davon waren 1,6 Millionen Nutzer ständig online. Im Jahr 2001 musste die Plattform Napster wegen Urheberrechtsverletzungen eingestellt werden. Sean Parker ist zudem Mitbegründer von Plaxo und Causes. Außerdem war Parker ein Berater der Facebook Incorporated. Seit 2006 arbeitet Parker beim Risikokapitalunternehmen The Founders Fund als Managing Partner und ist Gründer und Geschäftsführer der Holdinggesellschaft Parker Foundation.


Die Musik-Community Napster hatte in Spitzenzeiten 80 Millionen Mitglieder
Bis 1998 besuchte Sean Parker die Oakton High School. Im Jahr 1999 beteiligte sich Parker als Mitbegründer an der Musiktauschbörse Napster. Bis zu 80 Millionen Nutzer konnte die Peer-to-Peer-Plattform in Spitzenzeiten nachweisen. Die Community revolutionierte den Musikmarkt, den Peer-to-Peer-Ansatz und galt bis dato als eine der am schnellsten wachsenden Communities im Web. 1,6 Millionen Menschen waren laut Angaben der Betreiber bei Napster ständig online. Im Jahr 2001 musste Sean Parker und seine Kollegen das Betreiben der Plattform aus Urheberrechtsgründen einstellen. Nach Napster folgten auf dem Markt weitere Nachahmer für P2P-Communities wie Bearshare, eDonkey oder Bittorrent.

Sieben Prozent Anteile kassierte Parker für seine Beratertätigkeit bei Facebook
Gemeinsam mit Sequoia Capital gründete er im Jahr 2002 die Plaxo, Inc. Ein Social-Network-Dienstleister und eine -Software zur dezentralen Verwaltung von vernetzten Online-Adressbüchern. Das Unternehmen verließ Parker kurze Zeit später aus ungeklärten Ursachen. Offenbar gab es Streitigkeiten zwischen Gründer Parker und Sequoia Capital wie auch Ram Shriram. Im Jahr 2004 lernte Parker den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kennen und begann das Facebook-Team zu beraten. Er erhielt dafür 7 Prozent Anteile an Facebook. Als Parker wegen Kokainbesitzes im Jahr 2006 auf einer Facebook-Party verhaftet wurde, zwang ihn das Facebook-Management das Unternehmen zu verlassen. Seither arbeitet er als Managing Partner beim US-Risikokapitalunternehmen The Founders Fund.

Sean Parker verhalf Spotify zu großem Erfolg mit einer Facebook-Anknüpfung
Im Jahr 2009 investierte Sean Parker insgesamt 15 Millionen US-Dollar in den schwedischen Musikstreamingdienst Spotify und setzte sich dafür ein, dass der Musikdienst stark über Facebook beworben wird. Auf der F8-Konferenz von Facebook des Jahres 2011 stellte Sean Parker die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen vor. Musik die angehört wird, wurde während dieser Zeit automatisch und standardmäßig mit Facebook-Freunden geteilt. Das verhalf Spotify zu einem kräftigen Schub und war maßgeblich für den Erfolg der Plattform verantwortlich. Zum Jahresbeginn 2015 wurden bereits 60 Millionen Nutzer und 15 Millionen Premium-Abonnenten vermeldet. 2,9 Milliarden US-Dollar soll das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt wert gewesen sein. Später wurde Sean Parker zudem Mitglied des Board of Directors beim Internet-Unternehmen Spotify.(cr/be)


Sean Parker und Shawn Fanning - Gründer von Napster
(Foto: Interview im Jahr 2000 mit dem Magazin Billboard)
Sean Parker und Shawn Fanning – Gründer von Napster
    Quellenangaben, Einzelnachweise und Weblinks
  1. http://www.billboard.com – Die beiden Gründer hinter Napster im Interview
  2. http://www.stimme.de – Sean Parker bezeichnet FB-Film als erfunden
  3. http://www.zdnet.de – Sean Parker macht Spotify zum nächsten Napster
Larissa Bernhardt, 04.05.2017, New York
Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-berrywise.de


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